Für Medizinprodukte-Hersteller · Regulatory Affairs · QM · PRRC

Ihr KI-Assistent ändert die Risikoakte.
Wer hält ihn an — und wer weist es nach?

KI-Agenten schreiben inzwischen in Risikomanagementakten, Design-Dokumente und Vigilanz-Entwürfe. Die Benannte Stelle fragt nicht, ob Sie KI einsetzen — sie fragt, wer welche Änderung wann freigegeben hat. Der Agent Harness hält riskante Agenten-Aktionen vor der Ausführung an und erzeugt je Vorgang einen hash-verketteten Nachweis, gemappt auf MDR, IEC 62304/ISO 14971 und EU AI Act.

Self-hosted in der EU · kein Produkt-Code verlässt Ihr Haus · angelehntes Normen-Mapping, Freigabe mit Ihrem RA/QM-Team

Vor der AusführungGate-Verdikt an der Aktionsgrenze — nicht im Nachhinein
3 Ebenen je VorgangEU AI Act · IEC 62304/ISO 14971 · MDR*
Hash-verkettetAudit-Trail, manipulationserkennend, exportierbar
100 % self-hostedEU-Infrastruktur, kein Cloud-Zwang
Das Problem

Die Technische Dokumentation muss aktuell und nachvollziehbar sein. KI-Agenten ändern sie — unprotokolliert.

Art. 10 Abs. 4 MDR macht Sie für die Aktualität der Technischen Dokumentation verantwortlich, Art. 15 macht die PRRC persönlich dafür haftbar, dass das sichergestellt ist. IEC 62304 verlangt Änderungskontrolle und lückenlose Änderungshistorie je Konfigurationselement. Ein KI-Assistent, der einen Eintrag in der Risikoakte „bereinigt", erfüllt keine dieser Anforderungen — und Ihr eQMS sieht nur den fertigen Eintrag.

Lücke 1

Kein Gate vor der Änderung

Der Agent schreibt, bevor jemand bewertet hat. Die Vier-Augen-Logik aus Ihrem Änderungsverfahren greift nicht, weil sie im Workflow sitzt, nicht an der Aktionsgrenze des Agenten.

Lücke 2

Kein Nachweis je Vorgang

Die Benannte Stelle will sehen, wer was wann freigegeben hat. „Der Assistent hat das vorgeschlagen" ist kein Eintrag in der Änderungshistorie.

Lücke 3

Kein Inventar der Agenten

Welche Assistenten laufen mit welchen Schreibrechten auf welche Dokumente? Ohne Inventar gibt es keine Befugnis-Matrix — und ohne Befugnis-Matrix keine Funktionstrennung.

02.08.2027 Ab dann gelten die Hochrisiko-Pflichten des EU AI Act (Art. 9–15) für KI-Medizinprodukte (Anhang I, Harmonisierungsvorschrift MDR). Menschliche Aufsicht (Art. 14) und Protokollierung (Art. 12) sind Produktpflichten — die Prozesse dahinter müssen vorher stehen. Der AI Act selbst gilt allgemein bereits seit 02.08.2026.
Der Fall

Ein Request, drei Nachweis-Ebenen.

Jede Gate-Entscheidung wird automatisch auf Controls gemappt — über die Ebenen Regulatorik, Querschnitt und Branche. Die Packs setzen kein Verdikt; sie machen das Verdikt des Gates nachweisbar, mit Fundstelle.

EbenePolicy PackGreift beiControl (Beispiel)
RegulatorikEU AI Actjedem Agenten-Einsatz in der EUart-14 Menschliche Aufsicht — pause bei irreversiblen Aktionen
QuerschnittSoftware-Lebenszyklus & Risikomanagement
IEC 62304ISO 14971
jedem Hersteller sicherheitsrelevanter SoftwareRisikoakte nur mit Freigabe (14971 Abs. 4.5) · Änderungskontrolle Design-Records (62304 Abs. 8.2) · Änderungshistorie als Kettendatensatz (Abs. 8.3)
BrancheMDR
VO (EU) 2017/745
Medizinprodukte-HerstellernArt. 10 Technische Dokumentation/QMS-Änderung — pause · Art. 15 PRRC-Nachweis · Art. 87 Vigilanz-Meldung nur mit menschlicher Entscheidung · Befugnisse deny by default
Ehrlich gesagt: Das Mapping ist an MDR, IEC 62304 und ISO 14971 angelehnt und im Pilotstatus — keine Rechtsberatung, keine mit einer Benannten Stelle abgestimmte Auslegung. Jedes Control trägt seine Fundstelle; alle betrachteten Anforderungen sind in einer Traceability-Matrix triagiert (was das Gate erzwingt, was die Kette nachweist, was Ihre Organisation und Ihr eQMS weiterhin leisten). Die fachliche Freigabe erfolgt mit Ihrem RA/QM-Team — das ist Teil des Pilots, nicht Kleingedrucktes.
Nachweis

Was die Benannte Stelle sieht.

Jede Entscheidung — erlaubt, angehalten, blockiert — landet als Datensatz in einer hash-verketteten Kette: Zeitstempel, Agent, Werkzeug, Verdikt, Begründung, getroffene Controls. Ein nachträglich geänderter Eintrag bricht die Kette. Die Prüfer-Ansicht macht sie menschenlesbar, der Export legt sie der Technischen Dokumentation bei.

Für die PRRC

Art. 15 Abs. 3: Sie müssen sicherstellen, dass die Technische Dokumentation aktuell gehalten wird. Die Kette belegt je Agenten-Änderung, dass Ihr Verfahren gegriffen hat — auch bei Änderungen, die nie wirksam wurden.

Für das QM

Änderungskontrolle nach IEC 62304 Abs. 8.2 und Befugnisse nach ISO 13485 Abs. 5.5 werden für Agenten genauso erzwungen wie für Menschen: Antrag, Anhalten, Freigabe, Historie.

Für die Entwicklung

Lernphase Observe → Learn → Enforce: Der Harness beobachtet erst, was Ihre Assistenten tun, und schaltet dann scharf — ohne Betriebsstörung. Das Human-Gate für nachweisrelevante Aktionen bleibt von Tag eins an aktiv.

Pilotangebot

Ein Agent unter dem Harness — in vier Wochen.

Kein Plattformprojekt. Ein konkreter KI-Assistent aus Entwicklung oder Post-Market-Surveillance, ein Prozess, ein Nachweis, den Sie beim nächsten Audit vorlegen können.

Woche 1 — Scoping & Inventar

Welche Assistenten laufen mit welchen Schreibrechten? Scoping-Fragebogen (15 Min.) → dokumentierte Pack-Auswahl als erste Evidence: „Warum haben Sie Norm X (nicht) berücksichtigt?" ist damit beantwortet.

Woche 2 — Gate an der Aktionsgrenze

Der Assistent fragt vor jedem Werkzeugaufruf das Gate. Self-hosted auf Ihrer Infrastruktur oder einer EU-Referenzinstanz; Ihr Produkt-Code und Ihre Akten bleiben bei Ihnen.

Woche 3 — Lernphase & Fachfreigabe

Observe-Modus zeigt, was blockiert worden wäre. Ihr RA/QM-Team reviewt das Normen-Mapping Control für Control — Freigabe wird versioniert und datiert abgelegt.

Woche 4 — Enforce & Audit-Paket

Scharfschaltung, Prüfer-Ansicht, Export der Kette als Anlage zur Technischen Dokumentation. Übergabe mit Betriebshandbuch.

Einwände

Die Fragen, die Sie zu Recht stellen.

„Das macht doch unser eQMS."

Für Dokumentenlenkung und Workflow: ja. Das eQMS sieht aber nicht, dass ein Agent den Eintrag geschrieben hat, und hat kein Gate vor dem Schreibvorgang. Der Harness liegt an der Aktionsgrenze des Agenten und liefert dem eQMS den Vorgang bereits freigegeben und nachgewiesen. Die Matrix zieht diese Grenze sichtbar: Was eQMS/ALM leisten, steht dort ehrlich als „Fachverfahren".

„Können wir damit MDR-Konformität behaupten?"

Nein — und das sagen wir auch auf der ersten Seite des Pilots. Der Harness erzeugt Nachweisfähigkeit je Vorgang. Die Konformitätsaussage trifft der Hersteller im Verfahren mit der Benannten Stelle. Wer mehr verspricht, überzieht.

„Wer garantiert, dass die Paraphrase die Norm trifft?"

Jedes Control trägt seine Fundstelle (Artikel, Anhang, Abschnitt). Bis zur fachlichen Freigabe steht „angelehnt" daran — die Freigabe selbst ist ein dokumentierter Review durch Ihr RA/QM-Team oder einen externen Reviewer, versioniert und datiert. Normtexte zitieren wir nicht (Lizenz); wir verweisen.

„Warum nicht einfach ein LLM, das die Norm in Regeln übersetzt?"

Weil die Antwort deterministisch, reproduzierbar und zurechenbar sein muss — die Prüferfrage lautet „Warum hat es gestern anders entschieden?". Das Gate matcht deterministisch; KI hilft beim Entwurf, Triage und Freigabe bleiben menschlich.

„Betrifft uns der AI Act überhaupt?"

Wenn ein KI-System Sicherheitsbauteil Ihres Produkts oder selbst das Produkt ist und einer Konformitätsbewertung durch Dritte unterliegt: ja, als Hochrisiko-KI (Art. 6 Abs. 1, Anhang I). Für Assistenten in Ihren Prozessen gilt der AI Act seit 02.08.2026 allgemein — das Human-Gate (Art. 14) ist die Pflicht, die Sie heute schon nachweisen können.

30 Minuten. Ihr Assistent, Ihr Prozess, Ihre nächste Prüfung.

Wir zeigen den Harness live an der Referenzinstanz — Gate, Kette, Prüfer-Ansicht — und klären, welcher Ihrer Assistenten als Erster darunter gehört.